Die islamischen Eroberungen,die Wahrheit über den Heiligen Krieg“Djihad”und das Problem der Gewalt
1.Hat sich der Islam mit dem Schwert verbreitet?
1.Im Islam gibt es eine grundglegende und klare Aussage in Bezug auf
Religionsfreiheit
“In der Religion gibt es keinen Zwang”(d.h.man kann niemandem zum(rechten) Glauben
zwingen.)(2,256)(RP,38)
Deswegen hat der Islam in Sachen Glaube die freie Entscheidung des Menschen und seine innerliche Überzeugung als Bedingung vorausgesetzt:
“Wer nun will,möge glauben,und wer will,möge nicht glauben!”(18,29)(RP,206f)
Der Koran hat den Propheten auf diese Wahrheit hingewiesen und schrieb ihm vor,seine Aufgabe darin zu sehen,die göttliche Botschaft zu verkünden.Er ist nicht befugt,die Menschen zum Islam zu zwingen:
“Willst nun du die Menschen(dazu)zwingen,dass sie glauben?”(10,99)(RP154).
“und hast keine Gewalt über sie(so dass sie etwa zum Glauben zwingen könntest).”(8,22)(RP,428)
Wenn sie sich nun abwenden (und deiner Aufforderung keine Folge leisten,ist ihre Sache).Wir haben dich nicht als Hüter über sie gesandt.Du hast nur die Botschaft auszurichten.”(42,48)(RP,343)
Aus diesen Koranversen läβt sich eindeutig klar erkennen,
daβ das heilige Buch des Islam es total ablehnt,jemandem mit Gewalt zum Islam
zu bekehren.
2.Der Islam hat eine Methode festgelegt ,der die Muslime folgen müssen,wenn
sie den Islam verkünden und verbreiten wollen.
Diese ist im Koran erwähnt und fordert,die Verkündung des Islam mit Weisheit,liebvoller
Ermahnung und der besten Diskussionsweise
durchzuführen:
“Ruf(die Menschen)mit Weisheit und einer guten Ermahnung auf den Weg deines Herrn und streite mit ihnen auf eine möglichst gute Art.”(16,125)(RP,195)
Und sprecht freundlich zu den Leuten!”(2,83)(RP,19)
Es gibt hundertzwanzig Suren im Koran,welche betonen,daβ die Grundregel bei
dem Aufruf zum Islam darin besteht,daβ man ruhig und freundlich argumentiert
und dann die Entscheidung zum Glauben den Menschen selber überläβt.Nach der
Eroberung von Mekka sagte der Prophet zu den Einwohnern von Mekka:”Ihr seid
frei zu gehen.”
Er zwang sie nicht,Muslime zu werden,obwohl er sie besiegt hatte.
3.Es ist niemals vorgekommen,daβ Muslime Christen oder Juden mit Gewalt zum
Islam bekehren wollten.So hat z.B. der zweite Kalif Umar Ibn El Khattab den
Leuten in Jerusalem Sicherheit und Schutz angeboten,”für ihr Leben,ihre Kirchen
und ihr Kreuz,niemand von ihnen wird schlecht behandelt und gezwungen aufgrund
seiner Religion.”Ebenso hat der Prophet nach seiner Auswanderung von Medina
stipuliert ,daβ die Juden mit den Muslimen eine Gemeinde bilden.Er hat ihnen
das Recht gegeben,ihre Religion zu behalten.
4.Die deutsche Orientalisiti’ Sigrid Hunke’’ hat in ihrem Buch”Allah ist ganz anders”(1990)den Vorwurf abgelehnt,daβ der Islam sich mit dem Schwert verbreitet hat.Sie schrieb:”Die arabische Toleranz hat eine wichtige Rolle bei der Verbreitung des Islam gespielt.Dies widerspricht der Aussage ,daβ der Islam sich mit dem Schwert und Feuer verbreitet hätte.Gerade diese Behauptung gehört zu den ungerechten und unbewiesenen Vorurteilen über Islam”Sie schrieb ferner,daβ die Christen,Juden,Sabier und die Heiden freiwillig zum Islam übergetreten sind.
4.Es ist historisch bewiesen,daβ die muslimischen Truppen Südasien oder Westafrika
niemals überfallen haben.Der Islam wurde dort lediglich durch die Kaufleute
verbreitet.Die Sufis(islamische Mystiker)beeindruckten ebenfalls diese Leute
mit ihrer friedlichen Einstellung.Die Einwohner dieser weit entfernten Länder
beobachteten dasVerhalten,die Moral und die Handlungsweise der Muslime und traten
daraufhin freiwillig zum Islam über.
2.Waren die islamischen Eroberungen eine Art Kolonialismus?
1.Die islamischen Eroberungen waren in keiner Weise Kolonialismus.Der Kolonialismus,wie
wir ihn in der modernen Zeit kennen,bestand in der Plünderung der besetzten
Länder.Er interessierte sich nicht für die kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung
dieser Länder im Gegensatz zur Politik der islamischen Eroberer.
Die Geschichte ist ein Zeuge für die Tatsache,daβ die muslimischen Eroberer
gerecht und tolerant regierten.Andalusien(heute Spanien)entwickelte sich nach
der islamischen Eroberung zu einem auf allen Ebenen blühenden Staat,der anderen
europäischen Ländern in jeder Beziehung überlegen war infolge des kulturellen
und wirtschaftlichen Fortschritts,den die Araber einführten.
Das gleiche galt für jedes Land,das von den Arabern erobert wurde.Die Übererste der islamischen Architektur und andere Manifestationen der islamischen Zivilisationen(z.B.)die Förderung der Wissenschaften)sind Zeugen hierfür.
2.Die Djizia(Kopfsteuer)ist eine Steuer,die den Bewohnern der eroberten Länder auferlegt wurde.Dafür verpflichtete sich der islamische Staat,ihr Leben und die ihnen zustehenden Rechte zu schützen.Wenn einer dieser Bewohner(Nichtmuslime)Kriegsdienst in muslimischen Heeren leistete,wurde ihm diese Steuer nicht mehrauferlegt.Als Beispiele dafür erwähnt Sir Thomas Arnold die Geschichte des Stammes El-Garagma.Dies war eine christliche Sippe,die in der Nähe von Antioch lebte.Sie hatte mit den Muslimen Frieden geschlossen und hatte sich als ihr Verbündeter in Frieden und Kriegszeiten erklärt,unter der Bedingung,daβ sie die Kopfsteuer nicht zahlten.
3.Der Islam lehnt es ab,Kriegsbeute als Ziel für einen Krieg(Djihad)aufzustellen.Dies
gilt sogar als Verbrechen.Der Prophet wurde einmal nach seiner Meinung gefragt
über einen Mann,der wegen eines westlichen Gewinnes kämpfen wollte,d.h.um Kriegsbeute
zu bekommen.Er sagte dreimal hintereinander:”Er bekommt dafür keine Belohnung
von Gott”
Es besteht ein großer Unterschied zwischen der westlichen Kolonisation im modernen Sinne und den islamischen Eroberungen damals.Die Behauptung,daβ die islamischen Eroberungen ein wirtschaftlisches Motiv hatten,ist eine Fehlinterpretation kein wirtschaftliches,sondern ein religiöses Ziel hatten.In der Vereinbarung,die Khaled Ibn El Walid mit den Bewohnern der eroberten Nachbarländer geschlossen hat,steht:”Wenn wir euch Schutz gegen eure Feinde gewähren,dann verdienen wir die Kopfsteuer(Djizia),wenn nicht,dann verlangen wir auch keine”.
Das ist auch tatsächlich geschehen .Die Muslime gaben zB. die Steuer an die
Bewohner der Eroberungsgebiete in Syrien zurück,als sie in der Zeit des Kalifen,Umar
Ibn El- Khattab diese Gebiete nicht schützen konnten,weil sie mit den Römern
Krieg gegen Herkules führen muβten.
Khaled Ibn Al-Walid schrieb an die Bewohner der syrischen Städte:”Wir geben
Euch Eure Gelder zurück,weil diese Gelder unter der Vorraussetzung gesammelt
wurden,daβ wir Euch Schutz gewähren.Da wir das aber Euch nicht mehr leisten
können,geben wir euch Eure Gelder zurück.Unsere Vereinbarung gilt nur im Falle,wenn
wir den Krieg gewinnen und euch wieder schützen können.
1.Es stimmt nicht,daβ die Muslime die Kultur früherer Zivilsationen nicht respektiert haben.Tatsächlich profitierten sie von ihren positiven Errungenschaften.Viele indische,persische und griechische Bücher wurden von ihnen ins Arabische übersetzt,weil die Muslime daran glaubten,daβ das Fachwissen,die Erfahrung und die Gelehrsamkeit aller Nationen zum Wohle der Menschheit ausgenutzt werden sollten.In diesem Zusammenhang hat der Prophet –Gott segne ihn und schenke ihm Heil-folgendes gesagt :”Das Wort der Weisheit ist der langgehegte Wunsch des Gläubigen,wo er es findet,ist es ihm eigen.”
Das bedeutet,man soll die Wissenschaft von überall her erwerben,auch von denen,die nicht zu unserer Religionsgemeinschaft gehören,und auch dann,wenn das Land ganz weit entfernt ist.Die Araber hatten damals China als die letzte Grenze der Welt angesehen.
2.Der islamische Philosoph Ibn Rushud schildert die islamische Einstellung den früheren Zivilisationen gegenüber mit den Worten:”Die Religion des Islam fordert auf zum Studim der Bücher der alten Zivilisationen,solange sie dasselbe Ziel erstreben,das diese Religion anzielt,nämlich die Menschen zur Wahrheit zu führen.Hierzu gehört das vernünftige Studium aller Dinge der Schöpfung.”Ibn Ruschd sagt weiter:”Wir untersuchen ihre Worte und was sie nachgewiesen haben.Dann können wir uns entscheiden,daβ wir nur das akzeptieren,was mit unseren Überzeugungen übereinstimmt und ihnen dafür dankbar sind.Was aber gegen unsere Überzeugungen ist,sollte uns nicht durcheinander bringen,sondern wir sollten es ablehnen und davor warnen.Aber wir sollten sie deswegen nicht anklagen”
3.Es ist ein gesichtliches Faktum,daβ die Muslime die Alexandria-Bibliothek
nicht verbrannt haben.
wie ungerechterweise behauptet wird.Die Feinde des Islam haben diese Gerüchte,die
keine Grundlage haben,überall verbreitet,so daβ alle Leute an sie geglaubt haben.Diese
falschen Gerüchte wurden im dreizehnten Jahrhundert während der Kreuzzüge verbreitet.
Sie werden bis heute verbreitet,obwohl objektive Historiker sie als Lügen enthüllten.Nach
diesem falschen Gerücht soll Omar Ibn Al-Khattab,der zweite Kalif,befohlen haben,die
alte Alexandria Bibliothek zu verbrennen.Er soll angeblich proklamiert haben
das umfassen,was im Koran stehen,dann brauchen wir sie nicht zu verbrennen.Wenn
sie jedoch Tatsachen beinhalten,die mit dem Koran im Widerspruch stehen,dann
müssen sie zerstört werden.”
Es ist aber bewiesen worden,daβ er niemals eine solche Feststellung machte.Zu den falschen Gerüchten gehörte auch,daβ die Araber sechs Monate lang diese Bücher als Brennstoff für die öffentlichen Bäder benutzt hätten.
4.Die Orientalisten Sigrid Hunke hat in ihrem Buch “Allah ist ganz anders”(1990)bewiesen,daβ
es zur Zeit der arabischen Eroberung Alexandriens im Jahre 642 keine Bibliothek
in der Stadt gab.Die Bibliothek wurde mehrere Jahrhunderte früher verbrannt.Es
gab damals auch keine öffentlichen Bäder in Äypten.
Die alte Bibliothek der Akademie wurde in Alexandria von Ptolomäus I (Soter)ungefähr
im Jahre 300 v.Chr.gebaut und im Jahre 47v.Ch. verbrannt,als Kaiser Julius Cäsar
die Stadt belagerte.Cleopatra hat später die Bibliothek neu aufgebaut und sie
mit Büchern aus Pergamon ausgestattet.
5.Das dritte Jahrhundert A.D.hat den Anfang der systematisierten Vernichtung
der Bibliothek erlebt.Der Kaiser Caracalla hat die Akademiegeschlossen.Die religiösen
Fanatiker haben die Bibliothek im Jahre 272 verbrannt, weil sie sie als Produkt
des Heidentums betrachteten.
Im Jahre 391A.D. veranlaβte der Patriarch Theophilus den Kaiser Theodosis,eine
Verordnung zu erlassen,das der Rest der Akademie und ihrer Bibliothek,welche
damals 300 000 Schriftrollen enthielt,zu zerstören war,damit an ihrer Stelle
eine Kirche und ein Kloster gebaut wurden.Die Zerstörung der Bibliothek wurde
im 5.Jahrhundert A.D.wiederholt im Rahmen der Angriffe auf heidnische Gelehrte,ihre
Gebetsorte und Bibliothek.
Somit wird uns am Beispiel der Verbrennung der Alexandria Bibliothek klar,wie die Verfälschung der Geschichte absichtlich betrieben wurde, mit dem Ziel,den Islam und die Muslime in einen schlechten Ruf zu bringen und sie als Feinde der Zivilisation und der Wissenschaft darzustellen.
4. Was bedeutet der Begriff Djihad im Islam?
1.Der arabische Begriff Djihad wird bei der
Übersetzung in die Fremdsprachen anstatt als Kampf gegen Aggression üblicherweise
als Heiliger Krieg bezeichnet, den der Islam eigentlich nicht kennt.Es gibt
einen vertretbaren, gerechten Krieg, und einen unberechtigen. Der Begriff Djihad
bedeutet sich Mühe zu geben oder sich anstrengen und lässt sich in zwei Kategorien
einteilen: 1) Selbstbekämpfung im Sinne von: den Lastern und Sünden widerstehen,
und
2)legitimierter Krieg.
Die Selbst Bekämpfung wird als der” groβe Djihad bezeichnet und bedeutet die
Überwindung der Willkür, Befreiung des Selbst von negativen Eigenschaften, wie
Haβ, Neid und Groll anderen Menschen gegenüber, um die Nähe Gottes zu erlangen.
Der kleine Djihad bezieht sich auf den gerechtfertigen Krieg.
2. Der legitimierte Krieg im Islam ist ein Verteidigungskampf, mit dem Ziel, Angriffen zu widerstehen. Es ist den Muslimen erlaubt zu bekämpfen, die sie angegriffen haben.
Erlaubnis (zum Kampf) ist denen gegeben, die bekämpft werden, weil ihnen ja Unrecht getan wurde. (22,39) (RP, 234f)
Wichtig ist auch, daß der Kampf auf regelmäβige Weise geführt wird:
“Und kämpft um Gottes willen gegen diejenigen, die gegen euch kämpfen! Aber
begeht keine Übertretung (in dem ihr den Kampf auf unrechtmäβige Weise führt)!
Gott liebt die nicht, die Übertretung begehen. (2,190) (RP,30)
Wenn nun einer gegen euch Übergriffe begeht (indem er den Landfrieden bricht?),
dann zahlt ihm mit gleicher Münze heim!” (2,194) (RP,30)
3. Aus dem oben erwähnten geht hervor, daβ der Kampf (Djihad) als Abwehr gegen den angegreifenden Feind zu verstehen ist. Zum Djihad gehört der Kampf mit allen Mitteln, die zur Verfügung stehen, materiellen und geistigen Mitteln. Ziel dabei bleibt, den Schutz und die Verteidigung der islamischen Gemeinschaft und ihres Glauben zu gewährleisten. Es ist ein legitimiertes Recht, worauf jede Nation Anspruch hat, wie jede Charta der internationalen Gemeinschaft in unserer modernen Zeit bezeugt.
4. Der Islam befiehlt, auf jeden Wunsch des Feindes, Frieden zu schlieβen und den Krieg zu beenden, einzugehen:
Und wenn sie (d.h. die Feinde) sich dem Frieden zuneigen, dann neige auch du dich ihm zu und laβ vom Kampf ab! Und vertrau auf Gott. (8,61) (RP,130)
Der Islam plädiert zugleich für die friedliche Koexistenz und das Aufrechterhalten
von guten Beziehungen zu anderen,
vorausgesetzt sie greifen die Muslime nicht an. Die Muslime sollen diese Leute
auf eine gerechte und freundliche Weise behandeln:
“Gott verbietet euch nicht, gegen diejenigen pietätvoll und gerecht zu sein,die nicht die Religion wegen gegen euch gekämpft, und die euch nicht aus euren Wohnungen vertrieben haben, Gott liebt die, die gerecht handeln. (60,8) (RP,391”
Der Islam strebt nicht nur Frieden und Toleranz an, sondern auch die Kooperation für das Wohlergehen, die Glückseligkeit und Stabiliät der Menschenheit.
Daher sind die in den internationalen Massenmedien verbreiteten Auffassungen, wonach die Religion des Islam Aggression, Extremismus, Fanatismus und Terrorismus predigen würde, vollkommen ungerechtfertige Beschuldigungen, die im Islam ganz und gar nicht nachgewiesen werden können. Ganz im Gegenteil dazu ist der Islam eine Religion der Barmherzigkeit und der Gerechtigkeit.In unseren folgenden Ausführungen werden wir hierauf noch näher eingehen.
5. Fördert der Islam Gewaltätigkeit und Extremismus
Der Islam ist eine Religion des Erbarmens und der Toleranz. Er befürwortet
Gerechtigkeit und Frieden und sorgt für die Freiheit, Ehre und Würde des Menschen.
Dies sind die Grundprinzipen des Islam. Gott hat den Propheten Muhammed – Gott
segne ihn und schenke ihm Heil – gesandt, um den Menschen in aller Welt Barmherzigkeit
zu erweisen. (21,107) (RP,107)
Der Prophet selber sagt: “Gott hat mich gesandt, um die Tugenden zu vervollkommnen.”
Der Islam hat dem Menschen die Freiheit der Wahl, auch bezüglich seines Glaubens,
gewährt
Wer nun will, möge glauben, und wer will, möge nicht glauben! (18,29)(RP,20f)
Die Aufförderung zum Islam beruht auf Überzeugung, Weisheit, guter Predigt und Gesprächen auf freundlicher Basis. Es herrscht hierbei kein Zwang und keine Gewalt. Der Islam gebietet den Muslimen, gerecht und liberal zu sein, und verbietet Ungerechtigkeit, Tyrannei, Korruption und Bosheit (16,90). Er fordert auf, die schlechte Tat mit einer guten zu beantworten (41,34).
Der Prophet – Gott segne ihn und schenke ihm Heil – hat als er Mekka erorberte, den Mekkanern, obwohl sie ihn und seine Anhänger brutal verfolgt hatten, verziehen, und sagte ihnen: Ihr seid alle ganz frei.
2. Zwischen Islam und Frieden herrscht eine vollkommene Übereinstimmung. Im
Arabischen stammen die Wörter Islam und Salam (d.h Frieden) von derselben Wurzel.
Zu den im Koran aufgezählten Attributen Gottes gehört sein Beiname Al-Salam;
und das
Gruβwort der Muslime ist “salam.” Das ist eine ständige Erinnerung für die Muslime,
da ihr Hauptziel der Frieden ist. Zum Abschluβ des Gebets, fünfmal am Tag, begrüβt
der Muslim, wenn er sein Gesicht nach rechts und dann nach links richtet, die
gesamte Welt mit seinem Friedensgruβ.
3. Aus dem, was bisher gesagt wurde, geht eindeutig hervor, daβ der Islam eine Religion des Frieden ist. Diese Religion befürwortet auf keinen Fall Gewalttätigkeit, Bigotterie, Torrorismus oder irgendeine Art von Aggression. Das Ziel des islamischen Rechtes ist, die grundlegenden Menschenrechte zu bewahren: das Leben, den Besitz, den Glauben, die Familie und die Vernuft des Menschen zu schützen.
Aus diesem Grunde verbietet der Islam jede Form der Aggressivität. Er hat sogar
den Angriff auf eine Person mit dem Angriff auf die ganze Menschenheit verglichen:
“Wenn einer jemanden tötet, (und zwar) nicht (etwa zur Rache) für jemand (anderen, der von diesem getötet worden ist) oder (zur Strafe für) Unteil, (das er) auf der Erde (angerichtet hat), es so sein soll, als ob er die Menschen alle getötet hätte. (5,32) (RP, 82)”
Jeder Mensch steht für die ganze Menschenheit, und diese Menschenheit, die
der Islam schützt, findet Ausdruck in dem Respekt der Menschen für einander.
Dieser Respekt betrifft die Freiheit des Menschen, seine Ehre und seine grundlegenden
Menschenrechte. Die Propheten Überlieferung sagt in diesem Zusammenhang:
“Dem Muslim ist der Angriff auf das Blut, den Besitztum und die Ehre seiner
Mitmuslime verboten.” Und in einer anderen Überlieferung heiβt es: Der Muslim
darf keinen anderen Menschen, der an Gott glaubt, terroristischen, sonst wartet
auf ihn der Schrecken des Jüngsten Gerichts. Der Islam hat den Frieden zwischen
allen Völlkern verkündet, ebenso die gerechte Behandlung der Nichtmuslime:
“Gott verbietet euch nicht, gegen diejenigen pietätvoll und gerecht zu sein,die nicht der Religion wegen gegen euch gekämpft,und die euch nicht aus eurem Wohnungen vertrieben haben. Gott liebt, die gerecht handeln. (60,8) (RP,391
4. Die Verantwortung für den Schutz der Bürger und ihr Wohlergehen ist eine Verantwortung, die von allen Bürgern zu tragen ist. Verantwortliches Handeln in diesem Sinne ist der einzige Weg zur Stabilität und Sicherheit gegenüber der Gefahr der Verdorbenheit und Korruption. Wir sind alle auf dieser Welt, wie der Prophet uns beschreibt: wie Leute auf einem Schiff, einige auf dem Oberdeck, der Rest ganz unten. Die Letzteren muβten für das Trinkwasser zu den Leuten auf dem Oberdeck gehen. Da überlegten sie sich, ob sie den Boden des Schiffes durchlöchern sollten, um gleich ans Wasser zu kommen. Hätten die Leuten auf dem Oberdeck dies erlaubt, so wäre das Schiff gesunken und alle wären untergegangen. Wenn sie es jedoch verbieten, sind alle gerettet.
6. Fordert der Islam die Menschen zum Fanatismus und zum Terrorismus
auf?
1. Der Islam ist eine Religion des Friedens und der Toleranz und lehnt jede
Form von Bigotterie und Dogmatismus ab. Die Quellen des Islam, der Koran und
die Sunna, äuβern
sich dazu ganz eindeutig. Die Aufforderungen zum Islam- so sagt der Koran –
muβ sich auf weise und freundliche Argumentationen aufbauen (16,125). Dies läβt
sich auch beispielhaft in den Worten des Propheten – Gott segne ihn und schenke
ihm Heil- an die Nichtgläubigen in Mekka erkennen, nachdem sie es abgelehnt
hatten, zum Islam überzutreten:
Ihr habt eure Religion, und ich die meine, (109,6) (RP,438)
2. Was die Einstellung zu den anderen Offenbarungsreligion vor dem Islam angeht,
so werden die Muslime ausdrücklich und ausführlich aufgefordert, die anderen
Propheten anzuerkennen. Der Glaube an sie ist ein wesentlicher Teil der islamischen
Lehre. So heiβt
es z.B. im Koran:
Sagt: Wir glauben an Gott und (an das), was (als Offenbarung) zu uns, und was
zu Abraham, Ismail, Isaak, Jakob und den Stämmen (Israels) herabgesandt worden
ist, und was Mose und Jesus und die Propheten von ihrem Herrn erhalten haben,
ohne daβ wir bei einem von ihnen (den anderen gegenüber) einen Unterschied machen,
und IHM sind wir ergeben. (2,136) (RP,24)
In diesem Vers werden die Muslime also aufgefordert, keinen Unterschied zwischen den Propheten zu machen. Es gibt keine vergleichbare Toleranz in irgendeiner anderen Religion. Wie kann man also den Islam der Bigotterie und des Fanatismus anklagen?
3. Der Islam fordert die Menschen dazu auf, sich zu einigen und miteinander in Freundschaft und Toleranz zu leben, da sie zu diesem Zweck erschaffen wurden. So heiβt es im Koran:
Ihr Menschen! Wir haben euch geschaffen (indem wir euch) von einem männlichen und einem weiblichen Wesen (abstammen lieβen), und wir haben euch zu Verbänden und Stämmen gemacht, damit ihr euch untereinander kennt. (49,13)
Dies gilt ganz besonders für das Verhältnis der Muslime den Nicht-Muslime gegenüber. Wie der Koran es ausdrückt:
Gott verbietet euch nicht, gegen diejenigen pietätvoll und gerecht zu sein, die nicht der Religion wegen gegen euch gekämpft, und die euch nicht aus euren Wohnungen vertrieben haben. Gott liebt, die gerecht handeln. (60,8) (RP, 391
4. Der Islam fordert seine Anhänger dazu auf, den Menschen, von denen sie ungerecht behandelt wurden, zu vergeben. Er predigt, schlechte Taten mit guten Taten zu beantworten, in der Hoffnung, daβ damit aus einem Feind ein Freund wird:
Die gute Tat ist nicht der schlechten gleich (zusetzen). Weise (die Übeltat) mit etwas zurück, was besser ist (als sie ), und gleich wird derjenige, mit dem du (bis dahin) verfeindet warst, wie ein warmer Freund (zu dir) sein. (41,34) (RP,82)
6. Wer dem Islam vorwirrt, daβ er Fanatismus predigt, kann sich hierbei auf
keinen einzigen Beweis in den Quellen dieser Religion stützen. Daβ es unter
den Muslimen, wie auch in anderen Kulturkreisen, einige Fanatiker oder Terroristen
gibt, hat mit den Vorschriften des Islam nichts zu tun, sondern geht auf das
verkehrte Islamverständis und eine Fehlinterpretation des Islam zurück, wofür
der Islam selber nicht verantwortlich ist. Wir müssen unterscheiden zwischen
den toleranten islamischen Vorschriften und dem Miβverhalten einiger Muslime.
Auβerdem ist ja Terrorismus vorhanden bei Anhängen verschiedenster Religionen.
Er hat sich zu einem internationalen Phänomen entwickelt, das sich nicht auf
eine bestimmte Religion beschränkt. Können wir dann dem Islam vorwerfen, er
sei allein für dieses Phänomen verantwortlich?